Dienstag, 9. Dezember 2014

[Rezension] Vor uns das Leben (Amy Harmon) // Ich habe seit langem nicht mehr so viel geweint!





Preis: € 14,99 [D]
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 384
Originaltitel: Making faces
Meine Wertung: 5 Sterne
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: 2. November 2014
Verlag: Egmont Ink
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Inhalt:
Die drei Jugendliche, Bailey, Fern und Ambrose könnten nicht unterschiedlicher sein. Bailey ist ein Junge, der durch eine Muskelkrankheit (Duchenne Muskeldystrophie) am Rollstuhl gefesselt ist. Fern ist seine Cousine. Sie ist immer für ihn da und kümmert sich um ihn und  außerdem ist sie schon seit Jahren in Ambrose verliebt. Jedoch weiß dieser davon natürlich nichts. Nach der Highschool gehen Ambrose und seine Freunde in die Armee und werden im Irak stationiert. Was dort passiert, verändert sein ganzes Leben. *Kaufen?*

Cover:
Erst einmal finde ich das Cover echt gelungen. Ich liebe es einfach so sehr. Dieses Grün hat etwas tiefgründiges und ruhiges an sich und vor allen Dingen irgendetwas befreiendes.

Erster Satz:
In der Turnhalle war es so laut, dass sich Fern ganz nah zu Baileys Ohr hinunterbeugen musste, damit er sich hörte. *Leseprobe*

Meine Meinung:
Ich muss ehrlich sein, ich habe nicht damit gerechnet, dass dieses Buch so gut wird.
Die Charaktere waren einzigartig. Als Fern vorgestellt wurde, habe ich mir nur so gedacht: ,,Oh bitte nicht schon wieder ein Mädchen, das denkt, dass es hässlich ist, aber in Wirklichkeit wunderhübsch ist." Aber so war es nicht. Fern ist ziemlich unscheinbar und ich verstehe vollkommen, warum sie sich nicht als hübsch bezeichnet. Sie ist dennoch so liebenswert und ich habe sie sofort ans Herz geschlossen.
Ambrose ist ein Ringer und er sieht unglaublich gut aus. Ein Mädchenschwarm halt. Der Krieg verändert ihn jedoch stark. Als er wieder aus dem Irak in seine Heimatstadt kommt, ist nichts mehr von dem alten Ambrose zu sehen.
Bailey ist mein Lieblingsprotagonist in diesem Buch. Er ist einfach großartig. Obwohl er jedes Recht hätte verbittert und auf alles und jeden sauer zu sein, ist er genau das Gegenteil. Er schätzt das Leben und möchte das beste aus seiner kurzen Lebenszeit machen. Er ist mir so extrem ans Herz gewachsen. Ich kann es gar nicht erklären. Ich fand ihn einfach unglaublich.
,,Bailey ist so besonders, weil das Leben ihn zu etwas Besonderem gemacht hat ... vielleicht nicht äußerlich, aber innerlich." (Seite 177)

Amy Harmon hat es geschafft, dass ich an unerwarteten Stellen angefangen habe zu weinen. Ich habe das Buch für ein paar Minuten dann weggelegt, in der Hoffnung, dass ich mich beruhige, aber nada, daraus wurde nichts. Sonald ich wieder angefangen habe zu lesen, flossen wieder die Tränen. Harmon erzählt hier eine Geschichte über das Erwachsenwerden und darüber, dass das Leben viele unerwartete Wendungen hat.
Ich habe mir so viele Stellen markiert. So viele Zitate. Hier sind ein paar, die ich einfach so toll finde:

,,Der Tod ist leicht. Das Leben ist hart." (Seite 245)
,,Weil jedem schreckliche Dinge zustoßen, Brosey. Wir sind nur alle so sehr mit unserem eigenen Mist beschäftigt, dass wir die Scheiße nicht sehen, durch die andere waten müssen." (Seite 246)
,,Manchmal hindert Schönheit oder deren Mangel uns daran, jemanden richtig kennenzulernen." (Seite 362)

Fazit:
Ich kann dieses Buch allen empfehlen. Wirklich allen. Dieses Buch wird mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben, denn es hat mich zutiefst berührt.

5 von 5 Sternen!

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